Steinbruch, Zement und Teelichthalter – die Klasse 9A packt mit an

Beton ist grau und langweilig? Von wegen! Mitte Oktober durfte die Klasse 9A der Realschule beim Aktionstag „Schule und Betrieb“, auch Handwerkstag, einen Blick hinter die Kulissen des ortsansässigen Unternehmens Heidelberg Materials werfen – besser bekannt als „Zementwerk“. Organisiert wurde der Besuch von Ausbilder Stephan Aumeier von Heidelberg Materials, der den Schülerinnen und Schülern einen abwechslungsreichen Tag ermöglichte. Begleitet wurde die Klasse von den Lehrkräften Frau Dobmeier und Frau Weingärtner.

Aufgeteilt in zwei Gruppen, startete die Klasse in ein Programm, das Theorie und Praxis auf besondere Weise miteinander verband. Bei der Betriebsbesichtigung führte Herr Hirzinger die Jugendlichen über das beeindruckend weitläufige Werksgelände. Dabei wurde schnell klar: Bis aus einem Felsen fertiger Zement wird, ist es ein langer Weg. Von den Sprengungen im Steinbruch über die Herstellung des Klinkers bis hin zum fertigen Zement konnten die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Schritte des Produktionsprozesses kennenlernen. Ein Highlight war dabei der atemberaubende Blick vom 100 m hohen Wärmetauscherturm, auf dem sich auch „der“ Christbaum befindet.

 Während die eine Gruppe das Zementwerk erkundete, wurde es bei der anderen kreativ. Unter Anleitung des Kunsttherapeuten Herrn Zuber durften die Jugendlichen selbst Beton herstellen und daraus ihren ganz persönlichen Teelichthalter gießen. Dabei waren nicht nur Geschick und Geduld gefragt, sondern auch eigene Ideen. Schließlich sollte das Ergebnis nicht einfach irgendein Betonklotz werden, sondern ein individuelles Werkstück, das sich sehen lassen kann.

Natürlich durfte bei diesem ereignisreichen Vormittag auch eine gemeinsame Brotzeit nicht fehlen. Gut gestärkt ging es weiter durch das Programm, bei dem die Klasse zahlreiche neue Eindrücke sammeln und das Unternehmen aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen konnte. Die Schülerinnen und Schüler erhielten spannende Einblicke in die Arbeitswelt eines ortsansässigen Unternehmens und konnten erleben, wie vielfältig technische, handwerkliche und kreative Tätigkeiten sein können.

Michaela Weingärtner